Es war Zeit für ihre traditionellen Pfannkuchen geworden, die nun jeden Sonntag stattfanden – allerdings ohne jeden Stress und ohne Hektik.
Danach machten sie einen langen Spaziergang durch den Park, während die Blätter unter ihren Schuhen raschelten.
David ging ein paar Schritte hinter seiner Mutter und beobachtete, wie sie Ben an der Hand hielt und ihm etwas über die Vögel erklärte, die sich auf den kahlen Ästen sammelten.
Er holte sein Smartphone aus der Tasche, öffnete den Kalender und tippte einen neuen Termin ein:
Freitagabend: Konzert im Gemeindezentrum.
Er hatte zwei Karten gekauft – für sich und Erin.
Sie waren seit Jahren nicht mehr zusammen auf einem Konzert gewesen, ohne dass die Kinder im Hintergrund quengelten oder ein Babysitter im Haus war, auf den sie warten mussten.
Als er den Termin speicherte, spürte er eine tiefe, innere Zufriedenheit.
Er hatte gelernt, dass Liebe nicht bedeutet, sich selbst aufzuopfern, bis nichts mehr übrig ist.
Und dass eine Familie dann am stärksten ist, wenn jeder Einzelne von ihnen den Raum hat, um zu atmen.
“David!” rief seine Mutter von vorne und winkte ihm zu. “Komm schneller! Die Sonne geht gleich hinter den Bäumen unter, und ich will, dass wir noch vor Einbruch der Dunkelheit an der Bibliothek sind.”
David steckte das Telefon weg, lächelte und beschleunigte seine Schritte.
“Ich komme, Mama!” rief er zurück. “Ich bin schon unterwegs.”