Clara gasped—a sharp intake of air through her nose—and her hand shot up, grabbing his wrist. Her grip was surprisingly tight for someone who looked like she was about to collapse. Her skin was freezing against his warm skin.

“Don’t,” she whispered, her eyes locking onto his. “I don’t need pity.”

“It isn’t pity, Clara,” Lorenzo said, his voice dropping an octave, becoming rough and authentic. “Pity is for the weak. I don’t see weakness in you. I see a woman who survived a viper, and I see a viper that needs to be crushed.”

Er tupfte ihr sanft das Blut vom Kinn. Sie beobachtete ihn, ihr Atem beruhigte sich langsam, und ihre Haltung verlor allmählich ihre starre, defensive Strenge.

Bevor einer von ihnen erneut etwas sagen konnte, wurde die schwere Eichentür aufgerissen.

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Vincent wartete nicht auf Erlaubnis. Er betrat den Raum, sein Gesicht finster, seine Hand bereits im Schulterholster.

„Chef“, sagte Vincent mit dringlicher Stimme. „Wir haben ein Problem. Marco Vane ist gerade mit sechs Wagen vorgefahren. Er sagt, Richard sei nicht nach Hause gekommen, und er wisse, dass er zuletzt bei Leles gesehen wurde.“

Die Nachricht hing wie dichter Rauch in der Luft. Marco Vane war nicht gerade für seine Diplomatie bekannt. Er war ein Vorschlaghammer in einer Welt, die Skalpelle bevorzugte, ein brutaler Vollstrecker, der davon ausging, dass Angst alle Hindernisse beseitigte.

Claras Gesicht wurde noch blasser als es ohnehin schon war. Sie ließ Lorenzos Handgelenk los und trat einen Schritt zurück, wobei ihr Rücken gegen die massive Eichentür prallte.

„Er wird dich umbringen“, hauchte sie, ihre dunklen Augen weiteten sich vor plötzlicher, echter Panik. „Du verstehst das nicht – Marco schert sich nicht um Regeln. Er schert sich nicht um Leles. Er glaubt, ihm gehöre dieses Viertel.“

Lorenzo sah sie nicht an. Er wandte sich wieder seinem Schreibtisch zu, griff ruhig in die oberste Schublade und zog eine elegante, mattschwarze Sig Sauer 9 mm heraus. Mit einem gleichmäßigen, geübten Klicken überprüfte er das Magazin und repetierte dann. Das metallische Geräusch hallte klar und endgültig in dem stillen Raum wider.

„Marco Vane besitzt, was ich ihm zulasse“, sagte Lorenzo emotionslos. Er steckte die Waffe hinter seinem Rücken in den Hosenbund und knöpfte sein Sakko zu. „Vincent, wie viele Männer sind im Einsatz?“

„Acht“, antwortete Vincent prompt. „Alle ausgerüstet. Vier weitere sind in der Gasse und räumen die Spuren auf.“

„Gut“, sagte Lorenzo. Er ging zu Clara und blieb nur wenige Zentimeter vor ihr stehen. Er streckte die Hand aus und berührte ihre unverletzte Schulter; sein Griff war fest, beruhigend und bodenständig. „Bleib in diesem Zimmer. Schließ die Tür hinter uns ab. Öffne sie niemandem, es sei denn, du hörst meine Stimme.“

„Lorenzo …“, begann sie und nannte zum ersten Mal seinen Namen. Der Klang seines Namens ließ ein leichtes Kribbeln in seiner Brust aufsteigen. „Das ist meine Schuld. Lass mich rausgehen. Ich kann Marco sagen, dass es ein Missverständnis war …“

„Das wirst du nicht tun“, unterbrach Lorenzo ihn, sein Tonfall ließ keinen Widerspruch zu. „Keine Frau wird aus meinem Haus gezerrt, um sich Wölfen zu stellen. Du bleibst hier.“

Er drehte sich um und gab Vincent ein Zeichen. Sie traten in den Flur hinaus, und Lorenzo wartete, bis er das leise, schwere Klicken des Messingriegels aus dem Büro hörte.

Im Erdgeschoss war der Speisesaal vollständig evakuiert worden.

Die wohlhabenden Gäste waren geflohen und hatten halb aufgegessene Steaks und verschütteten Wein zurückgelassen. Die schweren Doppeltüren von Leles’ Eingang standen weit offen und ließen die kalte Nachtluft und das grelle Scheinwerferlicht von sechs schwarzen Geländewagen herein, die auf der Straße warteten.

Mitten auf dem makellosen Marmorboden – genau dort, wo Claras Blut noch immer die polierte Oberfläche befleckte – stand Marco Vane.

Marco was a broad, square-built man in his fifties, wearing an expensive leather coat that couldn’t hide his thick gut. His graying hair was slicked back, and his face was twisted into a mask of pure, unadulterated fury. Behind him stood eight heavily armed men in dark tactical jackets.

“Costa!” Marco’s voice boomed through the vaulted space, shattering the quiet elegance of the restaurant. “Where is my nephew?!”

Lorenzo descended the grand curved staircase slowly, one hand rested lightly on the brass railing, his boots clicking in a slow, rhythmic cadence against the marble steps. Vincent trailed a half-step behind him, his hand remaining hidden inside his jacket.

“Marco,” Lorenzo said calmly as he reached the bottom step. “You are making a mess of my foyer. And you didn’t make a reservation.”

“Don’t give me that aristocratic crap, Lorenzo!” Marco snarled, taking a step forward. His men shifted behind him, their hands drifting toward their belts. “Richard came in here tonight to settle a private matter with his girl. My scouts outside say your ape dragged him into the alley twenty minutes ago. Where is he?”

“He is currently lying in an alley two blocks away,” Lorenzo said, his voice terrifyingly serene. “He has two broken hands, a severe concussion, and if he has any sense left in his head, he is crawling toward a hospital.”

Marco’s eyes went wide with disbelief, then narrowed into slits of pure hatred. “You laid hands on a Vane? Over a fucking maid? A nobody?”

“She is not a nobody,” Lorenzo said softly. The temperature in the room seemed to drop ten degrees. “She was a guest under my roof. Your nephew raised his hand against a woman in my house. He bled on my floor. He broke my peace. In my city, Marco, that carries a tax.”

“Fuck your peace!” Marco roared, pulling a silver revolver from his coat and pointing it directly at Lorenzo’s chest. “You’re going to hand the girl over to me right now, or I burn this fucking restaurant to the ground with you inside it!”