Kapitel 5 – Die vergiftete Flasche
“Dominic, sie ist eine verrückte Dienerin!” Vanessa geriet in Panik, ihre Stimme brach zu einem hohen, verzweifelten Quietschen, als sie das dunkle, tödliche Misstrauen in seinen Augen sah. “Sie hat ihn wahrscheinlich gekniffen, damit er aufhört zu weinen! Sie ist gefährlich!”
“Er hat aufgehört zu weinen, weil du ihm ein synthetisches Polyester-Outfit angezogen hast, das ihm eine schwere allergische Reaktion bereitet”, stellte Sophie klinisch fest, ihre Stimme zitterte vor reiner, mütterlicher Wut. “Er brennt. Und er verhungert.”
Vanessas Gesicht wurde völlig blass. Sie schnappte sich eine luxuriöse Babyflasche aus ihrer Designer-Handtasche und schob sie energisch in Richtung Kinderwagen.
“Er verhungert nicht! Ich habe seine Formel mitgebracht!” Vanessa schnappte, ihre Hände zitterten heftig, während sie versuchte, die Flasche in den Mund des Babys zu pressen, um zu beweisen, dass sie eine gute Mutter war.
Doch Sophies scharfe Augen bemerkten einen deutlichen, kreideweißen Rückstand am Boden der teuren Flasche.
Ohne auch nur eine Mikrosekunde zu zögern, stürzte sich Sophie vor und schlug Vanessa die Flasche heftig aus der Hand. Das schwere Plastik prallte auf den polierten Holzboden und verschüttete die dicke Flüssigkeit überall.
“Bist du verrückt?!” Vanessa schrie und zeigte aggressiv mit dem Finger auf die Kellnerin. “Dominic, töte sie! Sie hat mich gerade angegriffen!”
Dominic zog keine Waffe. Er rief nicht nach seinen Henkern. Langsam hockte er sich auf den Boden und ignorierte seinen maßgeschneiderten dunklen Anzug vollkommen. Er tauchte seinen Finger in die verschüttete Formel und führte sie zur Nase.
Der scharfe, markante chemische Geruch eines schweren, verschreibungspflichtigen flüssigen Beruhigungsmittels erfüllte seine Sinne.
👉 Dominic stand auf, und der furchterregende, unantastbare Mafiaboss in ihm wurde vollständig und gewaltsam entfesselt.
Kapitel 6 – Die tödliche Erkenntnis
Dominic richtete sich langsam zu seiner vollen, überragenden Größe auf. Die Luft im Raum sank augenblicklich um zehn Grad. Er war nicht nur ein wohlhabender Geschäftsmann; Er war ein Mann, der die kriminelle Unterwelt der Stadt mit eiserner Faust beherrschte. Und er hatte gerade bemerkt, dass seine Verlobte sein acht Monate altes Baby aktiv betäubte, um ihn zum Schweigen zu bringen.
“Du hast flüssige Beruhigungsmittel in die Formel meines Sohnes gegeben”, flüsterte Dominic leise und beugte sich leicht vor, sodass seine Stimme eine furchterregende, unantastbare Kraft trug.
Vanessa taumelte körperlich rückwärts und ließ ihre Designer-Handtasche fallen. “Vince… Nein! Der Arzt hat es verschrieben! Er hat Koliken! Ich wollte ihm nur beim Einschlafen helfen, damit wir ein ruhiges Abendessen haben können! Ich schwöre!”
“Du bist ein Lügner!” schrie Sophie und gab ihre berufliche Zurückhaltung völlig auf. Tränen tiefen, qualvollen Verrats liefen über ihr schönes Gesicht. Sie zeigte mit zitterndem Finger direkt auf die wohlhabende Frau. “Du bist nicht seine Mutter! Du warst nie seine Mutter!”
Die wohlhabenden Gäste rund um den VIP-Bereich schnappten vor purem, ungefiltertem Entsetzen nach Luft.
“Halt den Mund, du erbärmliche Magd!” Vanessa heulte hysterisch, ihre toxische Arroganz zerbrach völlig unter dem Druck. “Ich habe ihn geboren! Dominic, sie ist eine psychotische Stalkerin! Lass sie erschießen!”
Dominic sah Sophie an. “Was hast du gerade gesagt?”
“Er hat ein halbmondförmiges Muttermal unterhalb des Schlüsselbeins”, brachte Sophie hervor, fiel auf die Knie neben dem Kinderwagen und brach völlig zusammen. “Ich habe ihn vor acht Monaten in der St. Jude’s Clinic geboren. Die Ärzte sagten mir, er sei gestorben. Aber er ist nicht gestorben. Sie hat ihn mir gestohlen.”
👉 Dominic zog sein verschlüsseltes Handy aus dem Anzug, bereit, eine digitale Suche durchzuführen, die Vanessas Leben zerstören würde.