Sie hatte alles verloren, was sie zu besitzen geglaubt hatte: einen untreuen Verlobten, eine gefälschte Zukunft und das sorgsam gehütete Kleid, das sie mit so viel Liebe und Hoffnung genäht hatte.
Doch als sie den Blick hob und in die dunklen, aufmerksamen Augen von Dante Moretti blickte, wusste sie, dass sie etwas viel Größeres gewonnen hatte.
Dante stand schweigend vor ihr, seine breiten Schultern bildeten eine uneinnehmbare Festung gegen den Rest der Welt, und auf seinen Lippen lag ein feines, fast unmerkliches Lächeln.
„Du musst nicht mehr weinen, Emma“, flüsterte Dante leise, während er ihr eine verirrte Haarsträhne sanft aus dem Gesicht strich. „Der Sturm ist vorbei.“
Emma atmete tief aus, spürte das warme, gleichmäßige Pochen ihres eigenen Herzens und nickte langsam.
„Ich habe keine Angst mehr“, antwortete sie mit einer unerwarteten, neuen Stärke in ihrer Stimme.
Dante reichte ihr seine Hand, stark, sicher und bereit, sie in eine Welt zu führen, in der sie niemals wieder Opfer sein würde.
Und während sie seine Hand ergriff und sich von ihrem Platz erhob, wusste Emma ganz genau, dass diese Nacht nicht das Ende ihrer Geschichte war, sondern erst der Beginn eines erbarmungslosen, wunderschönen Neubeginns.