“Ist schon gut, Onkel Mark”, sagte die kleine, süße Stimme meiner Tochter. “Du musst nicht traurig sein. Die böse Frau ist weg.”

Mark hob den Kopf, sah seine kleine Nichte an und zog sie behutsam in eine lange, feste Umarmung. “Es tut mir leid, Lily. Es tut mir so leid…”

Ich sah den beiden zu, und trotz des Chaos und des Schmerzes spürte ich eine tiefgreifende Erleichterung.

Draußen im Garten löste sich die Hochzeitsgesellschaft langsam auf. Die Musik war verstummt, die Gäste fuhren nach Hause, und das große Fest war abgesagt. Aber als wir eine Stunde später gemeinsam das Anwesen verließen – Mark, Lily und ich –, wusste ich, dass wir das Richtige getan hatten.

Wir hatten nicht nur ein Vermögen und eine Familie vor dem Ruin bewahrt. Wir hatten verhindert, dass eine Wölfin im Schafspelz das Leben meines Bruders für immer zerstörte.

Als wir zum Auto gingen, hielt Lily meine Hand fest umschlossen. Die Sonne schien warm durch die herbstlichen Bäume, und die Luft schmeckte endlich wieder rein und frei.

Das grausamste Geheimnis der Braut war gelüftet – und wir waren endlich wieder sicher.