“Weil du keine Zweifel wolltest”, sagte Arthur. “Weder in den Augen des Gesetzes, noch in den Augen seiner Gleichaltrigen, und vor allem nicht in deinem eigenen Herzen. Hättest du ihn bei zehn Hiebehieben gestoppt, hätte sich ein Teil von dir gefragt, ob er hätte erlöst werden können. Wenn du mich angerufen hättest, nachdem er dich die Treppe hinuntergestoßen hat, hättest du den Rest deines Lebens damit verbracht, dich zu fragen, ob du überreagiert hast. »
Er streckte die Hand aus und berührte sanft mein Kinn, bewegte sich über mein Gesicht.
“Es brauchte zweihundert Schläge, um dir zu beweisen, dass er ein Monster war. Du hast zweihundert Schläge einstecken müssen, um sicherzustellen, dass dein Gewissen, wenn du es zerquetschst, so rein bleibt wie poliertes Glas. »
Er stand auf und ging zu einem Wäschehalter, der an diesem Morgen in den privaten Raum gebracht worden war. Er entfernte das schützende Canvas und enthüllte einen maßgeschneiderten dreiteiligen Anzug, gefertigt aus mitternachtsblauer italienischer Wolle, kombiniert mit einem makellosen Seidenhemd und handgefertigten Lederoxfords.
“Die Bundesgrandjury trifft sich in 48 Stunden in Dallas”, sagte Arthur. “Sie verlangen die Aussage des Hauptopfers und des Whistleblowers. Du darfst rechtlich reisen. »
Ich setzte mich auf und schwang meine Beine über die Bettkante. Die Haut auf meinem Rücken zog sich zusammen, protestierte gegen die Bewegung, aber der Schmerz war kein Meister mehr. Es waren nur Daten.
“Ich brauche keinen Rollstuhl, Papa”, sagte ich und stand auf meinen eigenen zwei Beinen.
Arthur sah mich an, die Augen glänzten mit etwas Seltenem und Unnachgiebigem.
“Ich weiß, dass du es nicht tust, Evelyn. Du bist meine Tochter. Du wurdest mit Eisen in den Knochen geboren. »
Kapitel 8 – Die verzweifelte Stunde
Adrian Vale lebte in einem absoluten Albtraum.
Der Strom zum Herrenhaus in Dallas war achtundvierzig Stunden nach dem Überfall wegen Zahlungsausbleiben abgeschaltet worden. Das private Wasserunternehmen hatte am nächsten Morgen den Strom eingestellt. Die Temperatur im großen Herrenhaus stieg rasch in der drückenden texanischen Sonne an und verwandelte das einst makellose Anwesen in ein drückendes Gewächshaus.
Er saß auf dem Boden in der Küche, trank Leitungswasser aus einem schmutzigen Glas, umgeben von ungeöffneten Briefen, gesetzlichen Vorladungen und Zwangsvollstreckungsbescheiden.
Sein Handy war leer. Seine Luxusfahrzeuge waren gestern Nachmittag von den Beschlagnahmungsagenten der Vermietungsfirma vom Autogericht abgeschleppt worden. Das einzige Kommunikationsgerät, das ihm noch blieb, war ein altes Prepaid-Klapphandy, das er in einem Notfall-Werkzeugkasten in der Garage gefunden hatte.
Er prägte sich die einzige Nummer, die er kannte: seinen Firmenanwalt Harold Sterling – der auch der Cousin ersten Grades war.
“Harold”, brummte Adrian, seine Kehle steif. “Harold, du musst mir helfen. Ich brauche Bargeld. Ich habe zweihunderttausend Dollar in goldenen Krugerrands in meinem Safe zu Hause, aber das elektronische Schloss öffnet sich nicht ohne Strom. Bringt einen Generator mit. Nimm einen LKW. Ich gebe dir die Hälfte. »
“Adrian?” Harolds Stimme klang gedämpft, angespannt, verängstigt. “Wie nennst du mich? Verwenden Sie diese Nummer nie wieder. »
“Harold, hör mir zu! Ich bin dein Essensticket! Ich habe dir in den letzten fünf Jahren zehn Millionen Dollar eingebracht! »
“Du hast mich zum Ziel des Justizministeriums gemacht, du Narr!” zischte Harold. “Vances Rechtsteam hat heute Morgen eine RICO-Zivilklage eingereicht und alle Partner unserer Kanzlei benannt. Sie verklagen nicht nur die Firma, Adrian. Sie verklagen uns einzeln wegen betrügerischer Verschleierung und des Durchbrechens des Schleiers des Unternehmens! Das Finanzamt friert gerade die Geschäftsabschlüsse unseres Unternehmens ein! »
“Und Vanessa?” forderte Adrian. “Hast du seine Kaution bezahlt?”
Harold ließ ein wildes, humorloses Lachen hören. “Gehen? Es gibt keine Anzahlung. Der Richter entschied, dass sie nach der Entdeckung von dreihunderttausend Dollar in Rohdiamanten in ihrem Handgepäck bei DFW eine extreme Fluchtgefahr ausgesetzt war. Sie sitzt im Bundesgefängnis von Seagoville. Und weißt du, was sie gerade macht, Adrian? »
Adrian schluckte mühsam. “Was?”
“Sie unterschreibt eine eidesstattliche Erklärung. Sie gibt ihnen alle Bankkonten, alle Passwörter, alle gefälschten Dokumente und sagt aus, dass du sie unter Todesandrohung gezwungen hast, den Missbrauch anzusehen. Sie begräbt dich, um sich selbst zu retten, fünfzehn Jahre lang. »
“Sie lügt!” Adrian schrie und warf das Glas gegen die Küchenschränke, die in hundert Stücke zerbrachen. “Sie hat mir gesagt, ich soll es tun! Sie lacht! Sie hat den Champagner eingeschenkt! »
“Es interessiert niemanden, Adrian”, sagte Harold leise. “Es interessiert niemanden mehr, was du sagst. Weißt du, wer Arthur Vance ist? Wirklich? »
Adrian fixa le mur, grelottant malgré la chaleur de quatre-vingt-cinq degrés dans la cuisine. « C’est un investisseur. Un gars du capital-investissement. »
« C’est le troisième plus grand entrepreneur privé pour le réseau de communication mondial du Département de la Défense », dit Harold, sa voix tombant en un murmure terrifié. « Il détient la dette secondaire sur la moitié des ports en eaux profondes de l’hémisphère occidental. Le procureur général était son conseiller juridique junior il y a trente ans. Tu n’as pas marché sur un serpent, Adrian. Tu as construit une maison dans la gueule d’un dragon puis tu lui as frappé les dents. »
Un clic retentit sur la ligne.
« Harold ? Harold ! »
Le téléphone à clapet émit un bip électronique sourd. L’indicateur de batterie a clignoté en rouge une fois, deux fois, puis s’est complètement éteint.
Adrian jeta le téléphone contre le réfrigérateur. Il enfouit son visage dans ses mains, se balançant d’avant en arrière sur les planches poussiéreuses.
Dehors, le craquement du gravier sous les lourds pneus brisa le silence.
La tête d’Adrian se releva brusquement. L’espoir—un espoir délirant, frénétique—lui traversa la poitrine. Peut-être était-ce son frère. Peut-être était-ce un de ses frères de fraternité de l’UT qui lui devait une faveur. Peut-être que quelqu’un avait enfin compris que tout cela n’était qu’un malentendu.
Il se releva précipitamment, courant vers l’entrée principale brisée.
Eine lange schwarze Maybach-Limousine stand in der runden Einfahrt, flankiert von zwei schwarzen Suburbans. Der Fahrer, ein Mann in makelloser dunkler Kleidung, stieg aus und öffnete die Hintertür.
Eine Frau kam heraus.