Jeden Morgen sitze ich mit einer warmen Tasse Tee auf dieser Bank und lausche den Seevögeln, die im Morgengrauen kreisen.

Die Phantomschmerzen in meinem Unterleib sind nie ganz verschwunden.

Manche Wunden graben sich so tief in die Seele einer Frau ein, dass die Zeit die Ränder nur abmildern, die Narben aber niemals auslöschen kann.

Doch als Daniel über die Wiese geht, sich neben mich setzt und seinen Arm um meine Schultern legt, weiß ich, dass wir die Dunkelheit überstanden haben.

Er zögerte nicht, als seine eigenen Angehörigen sein Schweigen forderten.

Er stand wie ein Schutzschild zwischen dem Wahnsinn und der Frau, die er liebte.

Und in diesem stillen Garten, wo der Meereswind durch die Weidenzweige wehte, lernten wir endlich wieder zu leben.

DAS ENDE.