Victor zog seinen Sohn sanft an sich. Leo kuschelte sich fest an die Brust seines Vaters und lauschte dem ruhigen, stetigen Herzschlag des Mannes.

“Ist die böse Tante jetzt weg?”, fragte Leo leise, seine Stimme noch immer zittrig.

“Sie wird dir nie wieder zu nahe kommen, Leo”, antwortete Victor und küsste den Jungen sanft auf die goldenen Locken. “Niemand wird dir je wieder wehtun. Du bist jetzt sicher.”

Leo schwieg eine Weile, während die Lichter der Stadt draußen am getönten Fenster vorbeizogen.

“Papa?”, flüsterte der Junge nach einer Weile.

“Ja, mein Sohn?”

“Hattest du wirklich keine Angst vor ihr?”

Victor lächelte leicht – ein seltenes, echtes Lächeln, das nur seinem Sohn vorbehalten war.

“Vor nichts auf dieser Welt, Leo. Solange ich lebe, wird dich dieses Imperium beschützen. Du bist ein Vance. Und wir beugen uns niemandem.”

Leo schloss die Augen, der Stress und die Erschöpfung der letzten Monate fielen endlich von seinen kleinen Schultern ab. In den sicheren Armen seines Vaters schlief der kleine Junge schließlich ruhig ein, während die dunkle Limousine sie in ihr neues Zuhause brachte – weit weg vom goldenen Käfig und der Leine der Grausamkeit.