Alexander Sterling se quedó mirando la tableta que Thomas Weber tenía en las manos.

La imagen era borrosa. La grabación provenía de una cámara de vigilancia en una carretera rural a las afueras de Múnich. La lluvia caía sobre el parabrisas del coche negro, cuyos faros convertían la superficie mojada de la carretera en dos franjas brillantes.

La mujer rubia que acababa de bajarse del tren solo podía ser Sloane Whitmore.

Pero Alexander ya no la miraba.

Su mirada se había detenido en la segunda persona.

Un hombre con un abrigo oscuro salió del coche por el lado del copiloto. Echó un vistazo a su alrededor brevemente, se echó la capucha hacia atrás y luego giró la cara hacia la cámara.

Alexander conocía esos ojos.

Él sabía de la estrecha cicatriz que tenía encima de la ceja izquierda.

Y reconoció el anillo de plata que llevaba en la mano derecha, en el que estaba grabado el escudo de armas de su familia.

—No —susurró de nuevo—. Eso no puede ser.

Thomas Weber bajó ligeramente la tableta.

“Señor Sterling, he revisado la grabación varias veces. El rostro es claramente reconocible.”

Alexander levantó lentamente la cabeza.

“¿Dónde está ahora?”

“No lo sé. Después del incidente, el vehículo fue encontrado en un estacionamiento apartado. El hombre desapareció antes de que llegara la policía.”

“¿Quién matriculó el vehículo?”

Thomas dudó.

“Tu tío. Richard Sterling.”

Por un instante, todo el vestíbulo pareció contener la respiración.

Richard Sterling no era un pariente cualquiera.

Él era el hombre que había criado a Alexander tras la muerte de sus padres. El que lo acompañó hasta la puerta en su primer día de colegio, el que le enseñó a nadar y el que permaneció a su lado durante meses después de su grave accidente de coche.

Fue él quien le había dicho que la familia siempre tenía que permanecer unida.

Y ahora una grabación demostró que Richard había registrado un vehículo a su nombre tres días antes del accidente de Merritt, el cual posteriormente se vio involucrado en la misteriosa colisión.

Alexander sintió cómo sus dedos se cerraban alrededor de la caja vacía de terciopelo.

El anillo de compromiso seguía dentro.

Hace apenas unos minutos, creía que su vida estaba a punto de volverse perfecta.

Ahora Merritt yacía herido al pie de la escalera, Sloane era sospechoso de un delito grave, y el hombre en quien Alexander había confiado toda su vida parecía estar involucrado en un acto que casi le había costado la vida a Merritt.

—¿Dónde está mi tío? —preguntó.

—Llegó hace unos veinte minutos —respondió Thomas—. Está en el pequeño salón que está al lado del invernadero.

Alexander miró hacia Merritt.

Sanitäter waren inzwischen eingetroffen. Einer stabilisierte ihr verletztes Bein, während eine Notärztin ihren Zustand überprüfte. Merritt war blass, aber bei Bewusstsein. Ihre Hand lag auf dem Arm einer älteren Gästin, die sich neben sie gekniet hatte.

Als Alexander sich zu ihr beugte, öffnete Merritt die Augen.

„Alex?“

„Ich bin hier.“

„Bitte geh nicht weg.“

Diese wenigen Worte trafen ihn härter als alles, was er an diesem Abend erfahren hatte.

Er nahm ihre Hand vorsichtig zwischen beide Hände.

„Ich gehe nicht weg. Ich verspreche es dir.“

Merritt schluckte mühsam.

„Aber der Mann auf dem Video …“

„Ich kümmere mich darum.“

„Nein.“ Sie drückte seine Finger mit erstaunlicher Kraft. „Du musst verstehen, was passiert ist. Wenn Sloane mich wirklich von der Straße gedrängt hat, dann hatte sie einen Grund. Und wenn Richard ihr geholfen hat, dann gibt es etwas, das sie unbedingt verbergen wollen.“

Alexander blickte auf das Tablet.

„Das werde ich herausfinden.“

Die Notärztin trat näher.

„Herr Sterling, wir müssen Ihre Verlobte jetzt ins Krankenhaus bringen. Der Sturz kann ernsthafte Folgen haben, besonders wegen ihrer bereits bestehenden Verletzung. Wir müssen sie gründlich untersuchen.“

Alexander nickte sofort.

„Natürlich. Ich komme mit.“

Als die Sanitäter Merritt vorsichtig auf die Trage umlagerten, wandte sie den Kopf ein letztes Mal in Richtung der Treppe.

Sloane stand dort, umgeben von zwei Sicherheitsmitarbeitern.

Ihr champagnergoldenes Kleid war noch immer makellos. Nur ihr Gesicht hatte jede Farbe verloren.

„Merritt!“, rief sie plötzlich. „Du musst Alexander sagen, dass du lügst!“

Merritt schloss die Augen.

Sloane machte einen Schritt nach vorn, doch einer der Sicherheitsmitarbeiter hielt sie zurück.

„Ich habe dich nicht absichtlich gestoßen!“, schrie sie. „Du bist selbst gefallen!“

Alexander richtete sich auf.

„Genug.“

Seine Stimme war nicht laut.

Aber sie war so kalt, dass selbst die Gäste in der Nähe verstummten.

„Du wirst dich keinem weiteren Gast nähern. Du wirst den Sicherheitsbereich nicht verlassen, bis die Polizei mit dir gesprochen hat. Und du wirst Merritt nie wieder bedrohen.“

Sloane starrte ihn an.

„Du kannst mir nicht befehlen, was ich zu tun habe.“

„Nein“, antwortete Alexander. „Das wird bald jemand anderes übernehmen.“

Dann folgte er der Trage durch die Eingangstür.

Hinter ihm begann die perfekte Sterling-Gala auseinanderzubrechen.

Und im kleinen Salon, nur wenige Meter entfernt, saß Richard Sterling mit einem Glas Whisky in der Hand und wartete darauf, dass sein Neffe ihm erklärte, warum der Abend so plötzlich aus dem Ruder gelaufen war.

Er ahnte nicht, dass Alexander bereits wusste, dass er gelogen hatte.

Noch weniger ahnte er, dass eine unscheinbare Überwachungskamera gerade begonnen hatte, ein Geheimnis ans Licht zu bringen, das die Familie Sterling seit fast dreißig Jahren unter Verschluss hielt.


1. DIE FRAU, DIE SICH NICHT MEHR VERTRAUTE

Im Krankenhaus roch es nach Desinfektionsmittel und frischer Wäsche.

Alexander saß auf einem unbequemen Stuhl vor dem Untersuchungsraum. Seine Hände lagen ineinander verschränkt, doch er konnte nicht aufhören, mit dem rechten Daumen über den Rand der leeren Ringschachtel zu streichen.

Der Ring war noch immer darin.

Ein Vermögen in Diamanten und Gold.

Vor dem Sturz hatte er sich vorgestellt, wie Merritt lächeln würde, wenn er vor ihr niederkniete. Er hatte ihre Hand nehmen und ihr sagen wollen, dass sie die erste Frau war, bei der er nicht das Gefühl hatte, sich verstellen zu müssen.

Er hatte sogar eine Rede vorbereitet.

Nun erschien ihm jeder einzelne Satz bedeutungslos.

Die Tür öffnete sich.